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Aktuell

Nach der großen GALA am 17. Dezember und dem schönen Silvester Abend zum Ende meiner Direktion an der Freien Bühne Wieden, freue ich mich nun auf mehr Zeit für mich persönlich und für die Arbeit an neuen Projekten, werde aber auch weiterhin als Schauspielerin auftreten.

Ein Mann und eine Frau stehen nebeneinander und halten Blumen in den Händen.

(c) Robert Peres

Demnächst

So. 1. Februar 2026, 18.30 Uhr im LEMU –  im Festsaal  Museum Langenzersdorf

HEDY Kiesler LAMARRvon Wilhelm Pellert
Das Leben einer der faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts

Bekannt wurde sie durch ihre Nacktszene im Film “Ekstase” und später als „schönste Frau Hollywoods“, doch hinter dem Leinwandstar verbarg sich auch eine bahnbrechende Erfinderin, deren Ideen wir heute noch jedes Mal nutzen, wenn wir unser Handy einschalten. In Wilhelm Pellerts pointiertem Einfrauenstück schlüpfe ich in die Rolle dieser selbstbewussten Wienerin, die nach Amerika ging, dort von Louis B- Mayer zum Star von MGM gemacht wurde, aber auch in der Welt des Glamours ihren eigenen Weg ging.

Ein weiteres Mal begleitet mich das Franz Luttenberger Jazz Duo, das mit seinen Klängen die besondere Atmosphäre dieser Lebensgeschichte untermalt.

Beginn 18:30 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Ich freue mich auf Sie!

Ihre Michaela Ehrenstein

Eine Frau in einem schwarzen Kleid hält eine rote Rose in der Hand.
  • Karten: € 23,- (Vorreservierung) / € 19,- (ermäßigt) / € 25,- (Abendkassa)
  • Reservierung: gemeinde@langenzersdorf.gv.at oder Tel. 02244 2308
  • Bezahlung: Bequem an der Abendkassa

Über mich

Meine Ausbildung absolvierte ich am Konservatorium der Stadt Wien (Diplom: Musical, Operette, Singspiel).und entdeckte dabei auch meine Leidenschaft für das Genre Schauspiel. Am Wiener Theater Experiment, spielte ich Camus, Peter Handke, eine Uraufführung von Albert Drach und 1994 acht Wochen die Rolle der “Anne Frank”. Am Stadttheater Baden war ich „Die Jugend” in Raimunds „Der Bauer als Millionär”, an der Studiobühne Villach spielte ich die Hauptrolle im Musical „Linie 1 “,  bei den Sommerspielen Grein die Eve in Kleists  „Der zerbrochene Krug”. Parallel schloss ich mein Anglistik- und Romanistik-Studium an der Universität Wien ab.

Es folgte ein dreijähriges Engagement an das Theater der Landeshauptstadt St. Pölten, das mir eine große Bandbreite an Rollen in den verschiedenen Sparten bot.  Ich spielte Goldoni, Nestroy, Shaw, war die Erzählerin im Ballett „Schneewittchen”, die „Chava“ in „Anatevka“, das „Klärchen“ im „Weißen Rössl, die „Irma“ in „Meine Schwester und ich“, die „Raina“ in „Helden“ und die „Roxane“ in „Cyrano de Bergerac“. Nach der Musicalrolle “Elvira Madigan” in Südtirol folgten wunderbare Schauspielrollen an der Freien Bühne Wieden unter der Direktion von Gerald Szyszkowitz. Ich spielte in Uraufführungen von Erika Mitterer, Gerald Szyszkowitz, Matthias Mander, Wilhelm Pellert, René Freund, René Rumpold, Nici Neiss, Susanne Wolf, Susanne Falk und Stefan Vögel, aber auch Schnitzler-Rollen wie die „Genia” in „Das weite Land”.

Ein Engagement an der Staatsoper Wien – eine Schauspielrolle in der Konwitschny Inszenierung der französischen Fassung von Verdis „Don Carlos” –  war ein besonderes Erlebnis. Ebenso die anspruchsvolle Rolle der „Jeanne d´Arc“ in einer halbszenischen Aufführung von Honeggers Oratorium am Kongresshaus Villach unter der Regie von Alfred Meschnigg. Gastspiele, auch Einpersonenstücke, führten mich nach Moskau, St. Petersburg und Sofia. Bei Sommerspielen in Niederösterreich, Burgenland, Vorarlberg, Südtirol bot sich Gelegenheit für Rollen von Nestroy bis Shakespeare und Marlowe, von der Titelrolle im Musical „Elvira Madigan” bis zu einem Ausflug in Kálmáns  “Csardasfürstin”. Bei den Wachaufestspielen spielte ich  vier Jahre “Die Werke” im “Jedermann” und bei den Sommerspielen Sitzenberg 2021 in “Hin und Her” von Horváth.

Ich inszenierte Uraufführungen von Elfriede Hammerl, René Freund, Matthias Mander, Ernst Jürgen Dreyer, Stefan Vögel, Thomas Enzinger, Wilhelm Pellert, Helmut Korherr,  aber auch „Klassiker“ wie „Becket und die Ehre Gottes” von Jean Anouilh, Shaws „Helden” und „Der Unbestechliche” von Hugo von Hofmannsthal.

Sehr gern gestalte ich musikalisch-literarische Programme und erinnere in Lesungen und Chansonabenden an Künstlerpersönlichkeiten, die verfolgt wurden oder emigrieren mussten.

2012 gelangte mein Stück  „Ich will!” über das Leben der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner an der Freien Bühne Wieden zur Uraufführung. Es folgten Buch und Liedtexte zu dem Musical „Bertha von Suttner” (Komponist: Béla Fischer). Bei den Sommerspielen Schloss Sitzenberg 2014 wurde das Musical vorgestellt und 2016 mit Maya Hakvoort in der Titelrolle im MuTh  konzertant uraufgeführt.

Im TV spielte ich in der Serie „Stockinger“ mit Karl Markovics und war in „Das Attentat – Sarajevo 1914“ unter der Regie von Andreas Prochaska zu sehen. Eine besonders schöne künstlerische Arbeit war für mich auch der Kino- Film „Lina“ unter der Regie von Walter Wehmeyer.

Mit Bürgermeister Franz Redl und Autor Gerald Szyszkowitz gründete ich 2004 die Sommerspiele Schloss Sitzenberg, die ich von 2004 bis 2014 als Intendantin leitete. 2015 erhielt ich dafür von der Gemeinde Sitzenberg-Reidling den Kulturehrenring.

Ab 2010 leitete ich in Wien die Freie Bühne Wieden und realisierte dort bis Ende 2025 insgesamt 70 Ur- und Erstaufführungen.

Michaela Ehrenstein wird mit der Wiedner ROSA 2023 ausgezeichnet

Die Bezirksvorstehung Wieden vergibt jedes Jahr den „Wiedner ROSA Frauenpreis”, benannt nach der bedeutenden Schriftstellerin, Kulturphilosophin und Malerin Rosa Mayreder (1858 bis 1938). Dieser Preis würdigt herausragende Leistungen von Frauen im Bezirk Wieden.

In der Kategorie „Kultur“ wurde 2023 der Preis an Michaela Ehrenstein, die Direktorin der Freien Bühne Wieden, vergeben. Diese Auszeichnung würdigt ihr außerordentliches Engagement und ihren Beitrag zur kulturellen Entwicklung des Bezirks.

In der Kategorie „Soziales und Ehrenamtlich“ ging der Preis 2023 an DI Mag. Cristina Florit, die sich vorbildlich um eine Obdachlose gekümmert hat und an Steffi Macal für ihren Beitrag dazu, dass keine Nahrungsmittel verschwendet werden.

Rückblick auf schöne Produktionen

Es ist nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Viele (fast alle der geschätzten 150) Produktionen sind mir ans Herz gewachsen. Einen besonderen Platz nehmen die historischen Frauenfiguren ein, mit denen ich mich in Ein- oder Zweipersonenstücken besonders intensiv beschäftigen konnte:

THEATER, OH THEATER, DU von Michaela Ehrenstein
DIE FREIE BÜHNE WIEDEN GALA von Michaela Ehrenstein
AZNAVOUR – Leben in Chansons von Michaela Ehrenstein
For You von Michaela Ehrenstein und Béla Fischer
© Rolf Bock
Juliette Gréco von René Rumpold &
Michaela Ehrenstein
Hedy Lamarr von Wilhelm Pellert
Marlene Dietrich von Gerald Szyszkowitz
Melina Marcouri von René Rumpold
Clara Straus von Dorothea Renckhoff
Lina Loos von Lina Loos
Bertha von Suttner von Michaela Ehrenstein

TV / Film

„LINA“

Rolle: Sophie von Waldegg
Kinofilm aus dem Jahr 2017 von Walter Wehmeyer


„Pregau“

Rolle: Martha
MONA-Film aus dem Jahr 2016 unter der Regie von Nils Willbrandt
mit Maximilian Brückner, Ursula Straus, Wolfgang Böck, Robert Palfrader u.v.a.


Das Attentat – Sarajevo 1914

Rolle: Erzherzogin Sophie
DOR-Film aus dem Jahr 2014 unter der Regie von Andreas Prochaska